Stadtwerke Dinslaken finanzieren mit Wertpapieranleihe den Ausbau Erneuerbarer Energien

3. Juli 2017 | Kira Crome

Die Stadtwerke Dinslaken setzen auf klimafreundliche Strom- und Wärmeerzeugung: Mit einer finanziellen Bürgerbeteiligung treibt der kommunale Energieversorger den Ausbau Erneuerbarer Energien am Niederrhein an. © Stadtwerke Dinslaken

Die Stadtwerke Dinslaken setzen auf klimafreundliche Strom- und Wärmeerzeugung: Mit einer finanziellen Bürgerbeteiligung treibt der kommunale Energieversorger den Ausbau Erneuerbarer Energien am Niederrhein an. © Stadtwerke Dinslaken

Finanzielle Bürgerbeteiligungen sind für Stadtwerke als regionaler Energieversorger ein wichtiger Baustein, um den Klimaschutz mit Energiewende-Projekten voranzutreiben und Kunden zu binden. Die Ausgabe von Inhaberschuldverschreibungen ist eine interessante Form der Bürgerfinanzierung. Darauf hat jüngst die Stadtwerke Dinslaken Unternehmensgruppe gesetzt: Mit dem DINKlimafonds hat die Tochtergesellschaft SD Solar den Stromkunden der Stadtwerke eine exklusive Geldanlage geboten. Weiterlesen

Kommunale Klimaschutz- und Energiekonzepte – Integrierte Lösungsansätze als Erfolgsbaustein

28. April 2016 | Sascha Schulz

© J.-H. Janßen/commons.wikimedia.org

© J.-H. Janßen/commons.wikimedia.org

Die münsterländische Gemeinde Saerbeck zeichnet sich bereits seit vielen Jahren durch ihr Engagement in Sachen Energiewende, Klimaschutz und Klimaanpassung aus und wurde unter anderem mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. Die damit verbundenen Herausforderungen verdichten sich in nicht unbeträchtlicher Weise auf kommunaler Ebene. In der Praxis haben sich regionale und kommunale Klimaschutz- und Energiekonzepte als Instrumente etabliert, um eine strategische Vorgehensweise zu ermöglichen und um für die jeweilige Situation vor Ort passgenaue Maßnahmen zu identifizieren. Weiterlesen

Hessen: Neue Faktenpapiere zur Windenergienutzung liegen vor

28. Dezember 2015 | Kira Crome

© Uschi Dreiucker/pixelio.de

© Uschi Dreiucker/pixelio.de

Das Bürgerforum Energieland Hessen führt einen breit angelegten Dialogprozess zum Ausbau der Windenergienutzung. Im Zentrum stehen thematische Faktenchecks mit Experten und Fachleuten. Neben dem umstrittenen Thema Infraschall wurden unter anderem auch die Rentabilität sowie die energiewirtschaftliche Rolle der Windenergie einer fachlichen Bestandsaufnahme unterzogen. Die Faktenpapiere, die aus den Expertenanhörungen hervorgehen, liegen jetzt vor. Weiterlesen

Veranstaltung: Wie sich Erneuerbare-Energie-Projekte auszahlen

25. September 2015 | Kira Crome

Windpark im Sommer mit Wolkenhimmel

Die dezentrale Energiewende zahlt sich aus und stärkt die regionale Wirtschaft. Das beweisen mehrere lokale Projekte.

19 Milliarden Euro wurden im vergangenen Jahr in den Bau von Erneuerbare-Energie-Anlagen deutschlandweit investiert. Dass sich die dezentrale Energiewende auszahlt und die regionale Wirtschaft stärkt, beweisen lokale Projekte wie etwa der direkte Verkauf von Bürgersolarstrom an eine Bochumer Schule. Dieses Beispiel und andere Möglichkeiten zur lokalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien werden am 20. Oktober auf einer Veranstaltung im Wissenschaftspark Gelsenkirchen vorgestellt und diskutiert. Weiterlesen

Energieatlas NRW mit erweitertem Angebot

5. März 2015 | Kira Crome

Quelle: Energieatlas NRW, Herausgeber: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Quelle: Energieatlas NRW, Herausgeber: Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW

Das Online-Fachinformationssystem www.energieatlasnrw.de gibt umfassend über Potenziale, Stand und Ausbaumöglichkeiten Erneuerbarer Energien in Nordrhein-Westfalen Auskunft. Um die Planungen für neue Projekte zu erleichtern, hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) das Internetangebot um ein neues Modul erweitert: Ein Planungsrechner hält aktuelle Datengrundlagen bereit, veranschaulicht Realisierungsmöglichkeiten und illustriert regionale Wertschöpfungspotenziale für einzelne Vorhaben.

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Energiegenossenschaften organisieren die Nahwärmeversorgung

18. September 2014 | Gastbeitrag von Burghard Flieger

Nahwärmeleitung Grosselfingen

Nahwärmeleitung in Grosselfingen (Foto von Solarcomplex, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 4.0)

Die Energiewende kann nur erfolgreich sein, wenn es auch eine „Wärmewende“ gibt. Doch da tut sich auf dem Wärmemarkt noch viel zu wenig, weder bei der dezentralen Versorgung noch bei der Beteiligung der BewohnerInnen. Eine mögliche Variante zur Umsetzung dieser Wärmewende sind Energiegenossenschaften, die eine funktionierende Nahwärmeversorgung organisieren. Ein Gastbeitrag von Burghard Flieger.

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Bürgerenergieanlagen: Bedingungen für die kommunale Beteiligung

2. Juni 2014 | Sascha Schulz

Energiewirtschaftliche Beteiligung von Gemeinden an Bürgerenergieanlagen

Eine kommunale Beteiligung an einer Bürgerenergieanlage kann Impulse für den Ausbau der Erneuerbaren Energien geben.

Erneuerbare Energien bieten den Bürgern vor Ort die Möglichkeit, an der Energiewende teilzuhaben, indem sie sich u. a. an der Finanzierung von Projekten beteiligen können. Einer aktuellen Untersuchung (2013) zufolge befanden sich Ende 2012 insgesamt rund 34 Prozent der installierten Leistung zur regenerativen Stromerzeugung in der Hand von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort (rd. 25.500 MW). Damit kommt dem bürgerschaftlichen Engagement im Rahmen der Energiewende eine Schlüsselrolle zu. Die Motive für das Engagement sind vielschichtig: Nachhaltigkeits- und Klimaschutzgründe, Interesse an regionaler Wertschöpfung, Gewinnerzielung oder die Faszination an der Technik sind hierbei bedeutsam.

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Fraunhofer-Studie: Finanzierungsstrategie für die Energiewende

28. Februar 2014 | Kira Crome

Die aktuelle Diskussion um die Energiewende dreht sich vor allem um die Kosten. Eine jüngst vorgestellte Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) will die Debatte um Strompreisbremse, Zubau-Deckelung oder Netzausbau versachlichen und liefert dafür ökonomische Argumente.

Kosten- und Erlösbetrachtung ohne Kapitalkosten bei gleichbleibendem Preisniveau für fossile Brennstoffe: Bei der Kosten-Nutzen-Bilanzierung werden die Brennstoffkosteneinsparungen den Investitionen gegenübergestellt. Der Deckungsbeitrag (gestrichelte rote Linie) als Differenz zwischen Brennstoffeinsparung und Investition dient dabei auch als Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit des Projektes. ( © Fraunhofer IWES)

Kosten- und Erlösbetrachtung ohne Kapitalkosten bei gleichbleibendem Preisniveau für fossile Brennstoffe: Bei der Kosten-Nutzen-Bilanzierung werden die Brennstoffkosteneinsparungen den Investitionen gegenübergestellt. Der Deckungsbeitrag (gestrichelte rote Linie) als Differenz zwischen Brennstoffeinsparung und Investition dient dabei auch als Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit des Projektes. ( © Fraunhofer IWES)

Global betrachtet, steigen die Klimagasemissionen des Energiesektors schneller als die anderer Industriezweige. Ein Trend, den ein entschlossener Ausbau der erneuerbaren Energien stoppen soll. Doch die Systemtransformation hat ihren Preis: Es müssen nicht nur Anlagen zur Energieerzeugung errichtet werden, sondern auch eine entsprechende Infrastruktur mit geeigneten Stromnetzen und Energiespeichern. Experten des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel haben in einer Studie errechnet, dass „Investitionen in die Energiewende durchaus rentabel sind“, wenn man diesen Kosten die Einsparungen durch den Rückbau der fossilen Energieträgertechnologien rein rechnerisch gegenüberstellt. Denn fossile Energien wie Kohle und Öl verursachen hohe Betriebskosten und müssen teuer importiert werden. Werden im Laufe der Systemtransformation weniger davon genutzt, müssten die entsprechend sinkenden Ausgaben für Primärenergie und deren Importe in die ökonomische Betrachtungen der Energiewendeinvestitionen mit eingenommen werden, argumentieren die Experten.

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Frischer Wind in kommunalen Kassen

7. Januar 2014 | Kira Crome

Gut geplante Windenergie-Projekte haben viele Vorteile für die beteiligten Akteure: Sie schaffen neue Arbeitsplätze, füllen die Auftragsbücher regional ansässiger Firmen, verschaffen Landwirten ein zweites Standbein, spülen Gewerbesteuern in kommunale Kassen und stärken mit Pachteinnahmen und Ertragsgewinnen die Kaufkraft vor Ort. Wie Kommunen lokale Wertschöpfungseffekte strategisch nutzen können, war Thema des Kommunalworkshops während der diesjährigen Windenergietage NRW in Bad Driburg. Ein Nachbericht.

Langezeit zielten kommunale Windenergie-Planungen darauf ab, die lokale Energieversorgung zu sichern, unabhängiger zu werden und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Heute rücken kommunale Wertschöpfungseffekte in den Planungsfokus vieler Städte und Gemeinden. 17 Milliarden Euro hat die zunehmende Nutzung von Wind, Sonne und Biomasse bundesweit im Jahr 2012 in die kommunalen Kassen gespült, hat das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) jüngst errechnet. Den Löwenanteil von 68 Prozent machen Wind- und Solarstromerzeugung aus. Ein Wertzuwachs, den zunehmend mehr Kommunen als ökonomische Chance begreifen.

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Erneuerbare Energien steigern die kommunale Wertschöpfung

14. November 2013 | Kira Crome

Die Energiewende spült Geld in die kommunalen Kassen: Der dezentrale Ausbau der erneuerbaren Energien schafft neue Steuereinnahmen, Arbeitsplätze und steigert somit die Kaufkraft in der Region. Das Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung hat ein Berechnungsmodell entwickelt, um die regionalen Wertschöpfungseffekte beziffern zu können. Jetzt wurden die Daten für das Jahr 2012 berechnet und dabei erstmals auch indirekte Effekte erfasst. Die ökonomischen Potenziale für Kommunen sind Thema des Kommunalworkshops der EnergieAgentur.NRW im Rahmen der Windenergietage in Bad Driburg. Weiterlesen