Stadtwerke Münster heizen mit überschüssigem Windstrom

6. Juni 2016 | Kira Crome

Die Leistung des Elektrodenkessels beträgt 22 MW, die als Sekundärregelleistung bereitgestellt wird, © Stadtwerke Münster

Die Leistung des Elektrodenkessels beträgt 22 MW, die als Sekundärregelleistung bereitgestellt wird, © Stadtwerke Münster

Die Stadtwerke Münster setzen auf die Power-to-Heat-Technologie und nutzen damit überschüssigen Windstrom, den das Netz nicht aufnehmen kann. Er wird einem Elektrodenkessel in Wärme umgewandelt und so energetisch genutzt. Schwankungen im Stromnetz können mit diesem Zwischenspeicher ausgeglichen werden. Weiterlesen

In Lünen entsteht der weltweit größte Stromspeicher aus alten Elektroauto-Akkus

1. Dezember 2015 | Kira Crome

2nd-Use-Energiespeicher Lünen Daimler

Wie in einem Hochregallager werden die einzelnen Alt-Akkus zu einer Großbatterie zusammengeschlossen. © Daimler AG

Anfang 2016 soll ein 13-Megawatt-Stromspeicher ans Netz gehen, der derzeit im westfälischen Lünen gebaut wird. Es wird der weltweit größte Batteriespeicher sein. Weil er aus ausgedienten Elektroauto-Akkus gebaut wird, leistet das Projekt nicht nur einen Beitrag zum nachhaltigen Umbau des Energiesystems. Es trägt auch zum Klimaschutz bei und verbessert die Umweltbilanz der Elektromobilität. Weiterlesen

Regelenergie aus dem Solarkraftwerk

4. Dezember 2014 | Kira Crome

Das Solarkraftwerk Alt Daber in Brandenburg liefert mithilfe eines Groß-Batteriespeichers Regelenergie © Belectric

Das Solarkraftwerk Alt Daber in Brandenburg liefert mithilfe eines Groß-Batteriespeichers Regelenergie © Belectric

2011 ist es ans Netz gegangen. Jetzt hat das Solarkraftwerk im brandenburgischen Alt Daber bei Wittstock einen Batterie-Großspeicher erhalten und kann auf diese Weise Regelenergie in das Stromnetz einspeisen. Mit der bedarfsgerechten Energieversorgung rückt die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf Augenhöhe mit konventionellen Kraftwerken.
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Speichersysteme für Photovoltaikanlagen: Technik, Autarkie und Wirtschaftlichkeit

20. August 2014 | Simon Trockel

Batteriespeichersysteme für Photovoltaikanlagen

Batteriespeichersysteme für Photovoltaikanlagen

Die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) für Strom aus Photovoltaikanlagen wurde in den letzten Jahren mehrfach reduziert und so an die technischen Entwicklungen und sinkenden Stromgestehungskosten angepasst. Die wirtschaftliche Realisierbarkeit solcher Anlagen hängt daher, zumindest für Privathaushalte, immer weniger von der garantierten Vergütung ab. Vielmehr steht zunehmend ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms im Vordergrund. In diesem Zusammenhang werden Speicherkonzepte immer interessanter. Dieser Artikel beleuchtet daher die Möglichkeiten und Grenzen von Speichertechnologien für den privaten Solaranlagenbetreiber.
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Fraunhofer-Studie: Finanzierungsstrategie für die Energiewende

28. Februar 2014 | Kira Crome

Die aktuelle Diskussion um die Energiewende dreht sich vor allem um die Kosten. Eine jüngst vorgestellte Studie des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) will die Debatte um Strompreisbremse, Zubau-Deckelung oder Netzausbau versachlichen und liefert dafür ökonomische Argumente.

Kosten- und Erlösbetrachtung ohne Kapitalkosten bei gleichbleibendem Preisniveau für fossile Brennstoffe: Bei der Kosten-Nutzen-Bilanzierung werden die Brennstoffkosteneinsparungen den Investitionen gegenübergestellt. Der Deckungsbeitrag (gestrichelte rote Linie) als Differenz zwischen Brennstoffeinsparung und Investition dient dabei auch als Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit des Projektes. ( © Fraunhofer IWES)

Kosten- und Erlösbetrachtung ohne Kapitalkosten bei gleichbleibendem Preisniveau für fossile Brennstoffe: Bei der Kosten-Nutzen-Bilanzierung werden die Brennstoffkosteneinsparungen den Investitionen gegenübergestellt. Der Deckungsbeitrag (gestrichelte rote Linie) als Differenz zwischen Brennstoffeinsparung und Investition dient dabei auch als Kenngröße für die Wirtschaftlichkeit des Projektes. ( © Fraunhofer IWES)

Global betrachtet, steigen die Klimagasemissionen des Energiesektors schneller als die anderer Industriezweige. Ein Trend, den ein entschlossener Ausbau der erneuerbaren Energien stoppen soll. Doch die Systemtransformation hat ihren Preis: Es müssen nicht nur Anlagen zur Energieerzeugung errichtet werden, sondern auch eine entsprechende Infrastruktur mit geeigneten Stromnetzen und Energiespeichern. Experten des Fraunhofer-Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) in Kassel haben in einer Studie errechnet, dass „Investitionen in die Energiewende durchaus rentabel sind“, wenn man diesen Kosten die Einsparungen durch den Rückbau der fossilen Energieträgertechnologien rein rechnerisch gegenüberstellt. Denn fossile Energien wie Kohle und Öl verursachen hohe Betriebskosten und müssen teuer importiert werden. Werden im Laufe der Systemtransformation weniger davon genutzt, müssten die entsprechend sinkenden Ausgaben für Primärenergie und deren Importe in die ökonomische Betrachtungen der Energiewendeinvestitionen mit eingenommen werden, argumentieren die Experten.

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Erstes Hybridspeicherwerk speichert künftig Windstrom

31. Oktober 2013 | Kira Crome

Um das hohe Maß an Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung in Deutschland auch in den nächsten Jahren und Jahrzehnten sicherzustellen, werden Energiespeicher eine zunehmend wichtige Rolle im Energiesystem einnehmen. Energieforscher beschäftigen sich daher mit der Idee, überschüssigen Windstrom in Gas umzuwandeln und so speicherbar zu machen. Im brandenburgischen Prenzlau hat das Windenergieunternehmen Enertrag dafür das weltweit erste Hybridkraftwerk gebaut. Jetzt wird es an das Gasnetz angeschlossen. Knapp 8.000 Gaskunden werden dann erstmals mit Windenergie versorgt – auch wenn der Wind zu stark oder gar nicht weht.

Der Wind ist eine unstete Energiequelle. Betreiber von Windenergieanlagen versuchen deshalb, anhand von Wetterdaten ihre Stromerzeugung so gut es geht vorherzusagen, um ihren Strom vermarkten zu können. Und wenn an windreichen Tagen die Produktion den Bedarf übersteigt, müssen die Anlagen gedrosselt werden, da das Stromnetz dann die großen Windstrommengen nicht aufnehmen kann. Die fluktuierende Leistung der Windkraft ist ein Problem für die Energiewende. Forschung und Energiewirtschaft suchen deshalb nach technisch ausgereiften und ökonomisch sinnvollen Lösungen, um Windstrom zu speichern. Vor allem die langfristige Speicherung ist schwierig. Denn eine Energieversorgung, die irgendwann vollständig auf fossile Quellen verzichten soll, muss auch Windflauten von mehreren Tagen oder auch Wochen überbrücken können. Bisher genutzte Speichermedien wie etwa Pumpspeicherkraftwerke helfen da nur begrenzt: Sämtliche Pumpspeicherwerke Deutschlands würden Studien zufolge derzeit gerade für ein paar Stunden ausreichend Strom liefern können.

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