Forschungsüberblick: Welche gesundheitlichen Folgen hat die Windenergienutzung?

26. Januar 2017 | Kira Crome

© Umwelt Bundesamt

© Umwelt Bundesamt

Das Umweltbundesamt hat in einem Positionspapier den aktuellen Stand der Forschung zu Gesundheitseffekten von Windenergieanlagen zusammengefasst. Das Papier bietet auf acht Seiten einen Überblick über die derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schall, Schattenwurf und Eisabwurf, Lichtemissionen und Lärm. Weiterlesen

TA Lärm hat nach wie vor Bindungswirkung

29. August 2016 | Pia Dağaşan

© iStock

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Das Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) hat klargestellt, dass die  „Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm“ (TA Lärm) nach wie vor Bindungswirkung entfaltet, wenn es um die Erstellung von Schallprognosen für Windenergieanlagen geht. Auch die durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) erstellte „Uppenkamp-Studie“, die eine alternative Berechnungsmethode zur Ermittlung der Geräuschimmissionen vorschlägt, ändert daran nichts. Sie zeigt lediglich Forschungsbedarf auf.
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Neue Forschung zur Lärmemission von Windenergieanlagen

24. Mai 2016 | Kira Crome

Der Projektverbund TremAc entwickelt eine einzige Modellierungskette für die schwingenden Teile von Windenergieanlagen. © WindForS

Der Projektverbund TremAc entwickelt eine einzige Modellierungskette für die schwingenden Teile von Windenergieanlagen. © WindForS

Vom Anlagenteil bis zum Anwohner: Ein bundesweiter Forschungsverbund will die akustischen und seismischen Emissionen von Windenergieanlagen zusammen in einem Rechenmodell abbilden und mit den Wahrnehmungen von Anwohnern in Beziehung setzen. Es soll helfen, die Lärmemission-Prognose für geplante Windenergieanlagen zu verbessern. Weiterlesen

Technik in NRW: Schallminderung von Windenergieanlagen

11. Mai 2016 | Kira Crome

© Luise/pixelio.de

© Luise/pixelio.de

An der Universität Siegen arbeiten Wissenschaftler an der Entwicklung eines geräuscharmen Rotorblatts für Windenergieanlagen. Damit könnte die Schallemission im Vergleich zu heutigen Anlagen im günstigsten Fall halbiert werden, hoffen die Strömungsakustiker. Weiterlesen

LUBW-Abschlussbericht zu Infraschall-Messungen veröffentlicht

4. April 2016 | Kira Crome

© WEB Windenergie AG/commons.wikimedia.org

© WEB Windenergie AG/commons.wikimedia.org

Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat ein umfangreiches Messprojekt zur Erhebung von Lärmemissionen durchgeführt. Neben Windenergieanlagen wurden auch andere natürliche und technische Quellen schalltechnisch untersucht. Jetzt liegt der finalisierte Abschlussbericht vor. Angeregt wird die Entwicklung einer autark arbeitenden mobilen Dauermessstation, die vor allem in Beschwerdefällen eingesetzt werden könnte. Weiterlesen

Umweltministerium NRW veröffentlicht Faktenpapier zum Thema Windenergieanlagen und Infraschall

1. Februar 2016 | EnergieAgentur.NRW

© Erich Westendarp /Pixelio.de

© Erich Westendarp /Pixelio.de

Nordrhein-Westfalen möchte sein Windenergie-Potenzial nutzen und den Ausbau von Windenergieanlagen vorantreiben. Das Ziel kann nur durch Zubau und Repowering erreicht werden. Obwohl die Windenergie laut Landesregierung einen hohen Stellenwert für den Klimaschutz hat, werden immer wieder Stimmen in der Bevölkerung laut, die sich mehr Aufklärung hinsichtlich Geräuschimmissionen – vor allem zu Infraschall – von Windenergieanlagen wünschen. Weiterlesen

Windenergieanlagen: Schutz vor Lärmbelästigungen

23. März 2015 | Sascha Schulz

Grafik: Windenergieanlagen und Schallemissionen

Grafik: Windenergieanlagen und Schallemissionen, Quelle: EnergieAgentur.NRW

Geräusche von Windenergieanlagen sind ein großes Thema in der öffentlichen Diskussion. Auch wenn die Anlagengeräusche in den vergangenen Jahren beachtlich verringert werden konnten, sorgen sich betroffene Anwohner oftmals um zukünftige Geräuschbelastungen. Dieser Beitrag führt kurz in die Thematik der Akustik und Geräuschwahrnehmung ein, gibt einen Überblick, welche Geräusche von WEA verursacht werden und welche Lärmschutzregeln zum Einsatz kommen.

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Feldstudie zur Lärmbelastung durch Windenergieanlagen

7. Juli 2014 | Kira Crome

Studie: Windkraftanlagen sind weniger störend als Verkehrslärm

Windparks dürfen nach den gesetzlichen Immissionsschutzwerten für Dorf- und Mischgebiete nachts maximal 45 Dezibel, in reinen Wohngebieten 35 Dezibel laut werden. Ein anspringender Kühlschrank hat etwa 50 Dezibel, ein Gewitter durchschnittlich 130 Dezibel. © Bundesverband WindEnergie (BWE), Thorsten Paulsen

Umweltpsychologen und Akustiker haben mit Unterstützung der Anwohner eines Windparks im niedersächsischen Wilstedt über zwei Jahre hinweg die Anlagengeräusche unter stresspsychologischen und akustischen Gesichtspunkten analysiert. Dabei wurden in Zusammenarbeit mit dem Anlagenhersteller und Windparkbetreiber erstmals technische Einflussmöglichkeiten auf die Geräuschwahrnehmung erprobt. Es ist die erste systematische Feldstudie zur Lärmbelastung durch Windenergieanlagen ihrer Art. Die Ergebnisse wurden Ende Juni in einem Expertenworkshop vorgestellt und mit Fachleuten diskutiert.

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Die Windradflüsterer

29. Januar 2014 | Kira Crome

Psychologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg untersuchen, warum sich manche Menschen durch Windradgeräusche belästigt fühlen, obwohl die Anlagen strenge Lärmschutzwerte einhalten. In einem fachübergreifend angelegten Feldtest im Windpark Wilstedt forschen sie nach den Ursachen. Es ist die bundesweit erste systematische Langzeitanalyse, die versucht, das Phänomen zu erklären, um daraus Handlungsempfehlungen für die Windenergiebranche abzuleiten.

Wenn eine Windenergieanlage im Wind steht, verursachen ihre kreisenden Rotorblätter Geräusche. Anlagenbauer und Forschungsinstitute haben in den letzten zehn Jahren intensiv am Design der Rotorblätter und an der Entwicklung neuer Beschichtungen gearbeitet, um die Aerodynamik zu verbessern. Moderne Windräder laufen heute erheblich leiser. Zudem muss jede Windenergieanlage strenge baurechtliche Vorgaben erfüllen und darf den im Genehmigungsverfahren festgelegten Lärmschutzwert nicht überschreiten. Trotzdem klagen manche Anwohner über Beeinträchtigungen – vor allem nachts, wenn Verkehrslärm und andere Geräusche schwächer sind.

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