Tag der Erneuerbaren Energien: Wie werden Sonne, Wind & Co nutzbar gemacht?

24. April 2015 | Kira Crome

© Uwe Steinbrich/PIXELIO

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Jedes Jahr öffnen am Tag der Erneuerbaren Energien bundesweit Betreiber von regenerativen Energieanlagen ihre Türen und laden zu Besichtigungen, Radtouren und Informationsveranstaltungen ein. Viele Kommunen nutzen den Tag, um über ihre Klimaschutz-Projekte und Energieeffizienz-Maßnahmen aufmerksam zu informieren. Auch in Nordrhein-Westfalen erfahren interessierte Besucher am 25. April vielerorts, wie die Energieversorgung auf der Basis der erneuerbaren Energien funktioniert und was sie selbst zum Klimaschutz beitragen können. In diesem Jahr feiert die deutschlandweite Initiative ihr 20. Jubiläum.

Entdecken, anfassen, nachfragen, informieren – so funktioniert Wissenstransfer über die Technologien der Erneuerbaren Energien am besten. Das ist der Grundgedanke der deutschlandweiten Initiative „Tag der Erneuerbaren Energien“. Betreiber von regenerativen Energieanlagen öffnen am 25. April wieder ihre Türen für interessierte Besucher und präsentieren Technik zum Anfassen. Im Mittelpunkt stehen Windenergieanlagen, solarthermische- und Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke, Biogasanlagen zur Wärme- und Stromerzeugung. Nicht nur private Betreiber nutzen den Aktionstag. Auch für Kommunen, Stadtwerke und Genossenschaften bietet die Initiative Gelegenheit, über Klimaschutz-Projekte und Energieeffizienz-Maßnahmen zu informieren. So sind zum Beispiel auch Holzheizungen, Modelle zur Regenwasser- und Pflanzenölnutzung oder auch Solararchitektur Thema. Kommunen, Bürgerinitiativen, Agenda 21-Gruppen, Verbände und Unternehmen veranstalten außerdem Bürgerfeste, Messen oder Diskussionsrunden.

Auch in Nordrhein-Westfalen finden zahlreiche Aktionen statt. Bei Porta Westfalica kann die Windenergieanlage Sprengelweg im Landkreis Minden-Lübbecke besichtigt werden. Im münsterländischen Saerbeck lädt der Förderverein Klimakommune Saerbeck zu einer Fahrradführung durch den Bioenergiepark. Im Sauerland gibt es eine Wanderung durch den Bürgerwindpark Hilchenbach unter sachkundiger Begleitung. Die EnergieAgentur.NRW informiert in ihrem Online-Handbuch Kommunaler Klimaschutz mit vielen Praxisbeispielen, Arbeitshilfen und Hintergrundmaterial, wie Kommunen Aktionstage wie den Tag der Erneuerbaren Energien nutzen können, um eigene Kampagnen für Erneuerbare Energie- und Klimaschutz-Projekte aufzusetzen oder Akteure wie das lokale Handwerk, Stadtwerke oder auch Banken zu vernetzen.

Erstmals wurde der Tag der Erneuerbaren Energien in Sachsen ausgerufen: 1996 hatte die Stadt Oederan anlässlich des Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl den Aktionstag ins Rollen gebracht. „Unsere Hauptmotivation ist, mit nachhaltigen städtischen Energie-Projekten voranzugehen, diese öffentlich zu zeigen und damit anderen Mut zu machen“, sagt Oederans Bürgermeister Steffen Schneider. Was einst klein begann, hat sich über die Jahre zu einem bundesweit genutzten Aktionstag ausgebreitet. Über 6.300 Energiepioniere haben seitdem 10.000 Anlagen für interessierte Besucher geöffnet oder Energiefeste gefeiert. Mit dem Ziel, für den Klimaschutz und den Umbau zu einer umweltfreundlichen, nachhaltigen Energieversorgung zu werben. In diesem Jahr feiert der Tag der Erneuerbaren Energien sein 20. Jubiläum. Auf der Online-Plattform www.energietag.de werden alle stattfindenden Aktivitäten aufgeführt. Viele Kommunen nehmen den morgigen Aktionstag zum Anlass, um Veranstaltungen und Aktionen rund ums Thema Erneuerbare Energien anzubieten.

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