Radarsystem stoppt Dauerblinken von Windenergieanlagen

26. September 2014 | Pia Dağaşan

Intelligentes Radarsystem stoppt Dauerblinken von Windenergieanlagen

Intelligentes Radarsystem stoppt das Dauerblinken von Windenergieanlagen.

Erstmalig haben die Deutsche Flugsicherung und die zuständige Landesluftfahrtbehörde ein Radarsystem anerkannt, durch das eine bedarfsgerechte Befeuerung von Windenergieanlagen ermöglicht wird. Das Dauerblinken, mit dem Windenergieanlagen ab einer Höhe von 100 Metern als Flughindernis gekennzeichnet werden, könnte damit schon bald der Vergangenheit angehören.

Das System „Airspex“, das von der Firma ENERTRAG zusammen mit Airbus entwickelt wurde, wurde in einem Bürgerwindpark in Schleswig-Holstein getestet und nun im Rahmen der Windenergy-Messe in Hamburg dem Publikum vorgestellt. Mit dem neuen System werden die Blinklichter erst dann aktiviert, wenn ein Flugobjekt sich in einem Umkreis von vier Kilometern und in einer Höhe von 600 Metern zu der Anlage befindet. Hat das Flugobjekt diesen Bereich verlassen, schalten sich die Lichter automatisch aus. Das System überwacht außerdem alle sicherheitsrelevanten Funktionen selbstständig und übermittelt seinen Zustand regelmäßig an eine Überwachungszentrale. Sollte eine Störung eintreten, werden zur Sicherheit alle Blinklichter eingeschaltet. „Die sogenannte bedarfsgerechte Befeuerung wird schon seit Jahren von Bürgern gewünscht. Deswegen sind wir besonders froh, sie jetzt in Windparks installieren zu können. Gerade die Akzeptanz neuer Windenergieprojekte steigt merklich, wenn die Warnleuchten nachts nicht mehr blinken“, erklärt Thomas Herrholz, Geschäftsleiter der Firma ENERTRAG.

Das System kommt nicht nur für neue Anlagen in Betracht, sondern auch alte Anlagen könnten entsprechend umgerüstet werden. Wichtig ist allerdings, dass weiterhin die zuständige Landesluftfahrtbehörde der neuen Befeuerung zustimmen muss.

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