Naturverträglicher Ausbau der Windenergie in NRW möglich

27. Juli 2015 | Kira Crome

Naturverträglicher Ausbau der Windenergie

Naturverträglicher Ausbau der Windenergie Foto: Rudolpho Duba/Pixelio

Drei Naturschutzverbände und der Bundesverband Windenergie sind gemeinsam der Ansicht, dass der Ausbau der Windenergienutzung in Nordrhein-Westfalen mit dem Naturschutz vereinbar ist. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung vor, die die Naturschutzverbände mit dem Windenergiebranchenverband Landesumweltminister Johannes Remmel überreicht haben.

Die nordrhein-westfälischen Landesverbände von BUND, NABU, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und Bundesverband Windenergie (BWE) haben eine gemeinsame Erklärung zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie in Nordrhein-Westfalen erarbeitet. Darin forderten sie, die Energiewende in Nordrhein-Westfalen müsse konsequent umgesetzt werden.

Bis zum Jahr 2020 will die Landesregierung mindestens 15 Prozent des nordrhein-westfälischen Energiebedarfs aus der Windenergienutzung decken. Das Ziel soll durch den Ausbau der Windenergie und durch den Ersatz bestehender alter Anlagen durch effizientere moderne Anlagen erreicht werden. Ende 2014 waren etwa 3.000 Windenergieanlagen landesweit in Betrieb. Sie decken derzeit etwa 4,1 Prozent des gesamten nordrhein-westfälischen Strombedarfs.

Um die Ziele zu erreichen, komme dem Ausbau der Windenergienutzung beim Umbau der Energieversorgung eine tragende Rolle zu, erklären die Verbände. Nordrhein-Westfalen als dem Bundesland mit dem größten Energiebedarf komme dabei eine besondere Bedeutung zu. Deshalb sei gerade im Bereich des Natur- und Artenschutzes ein sachlich und fachlich fundierter Umgang miteinander und weniger gegeneinander nötig, betonte Klaus Schulze Langenhorst, Vorsitzender des BWE NRW. Um den naturverträglichen Windenergie-Ausbau in Nordrhein-Westfalen voranzutreiben, dürften Anwohner- und Naturschutzbelange nicht gegeneinander ausgespielt werden. Vielmehr müssten im Interesse des Natur- wie auch des Klimaschutzes, Betroffene mitgenommen und Konflikte aufgelöst werden. Die Verbände forderten die Landesregierung auch dazu auf, die Planungshilfen des Landes regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Nur auf diesem Wege sei es möglich, die tatsächlichen Umwelteinwirkungen von Windenergieanlagen verlässlich zu bewerten.

Die gemeinsame Erklärung wurde Ende Juni im Landtag an Landesumweltminister Johannes Remmel übergeben.

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