KlimaKita.NRW Wettbewerb: Begeisterung für Umweltschutz beginnt im Kindergarten

20. Dezember 2017 | Kira Andre, Tomke Lisa Menger

Verleihung des 3. Platz an die Städtische Kindertagesstätte Kämpenstraße in Essen © EnergieAgentur.NRW

Der NRW-weite KlimaKita-Wettbewerb für Kindergärten und Kindertagesstätten ist 2017 in die zweite Runde gegangen. 177 Einrichtungen haben sich an der von der EnergieAgentur.NRW ins Leben gerufenen Veranstaltung beteiligt. Die KiTa Hohenfriedbergstraße aus Köln, der Waldkindergarten Waldwichtel aus Hürth und die städtische KiTa Kämpenstraße aus Essen belegten die ersten drei Plätze. In dem Wettbewerb haben nicht nur die Kleinsten gelernt, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Ressourcen ist.

Durch die Energiewende wird neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien die achtsame Nutzung von Wasser, Strom, Wärme und Mobilität zu einem wichtigen Aspekt, der nah an die Lebensrealität von Bürgerinnen und Bürgern heranrückt. Jedem fällt es schwer, Gewohntes und Gewohnheiten zu verändern, deswegen verwundert es nicht, dass es bei vielen fühl- und sichtbaren Veränderungen wie der Errichtung einer Windenergieanlage Gegenbewegungen in der Bevölkerung gibt. Doch Akzeptanz kann durch persönliches Erleben geschaffen werden.

Der Wettbewerb KlimaKita.NRW holt schon die Kleinsten ab und führt sie kindgerecht an die wichtigen Themen unserer Zeit heran. Neben den klassischen Inhalten Klima, Wetter und Energie beschäftigen sich die Kinder mit einer breiten Themenauswahl, die von Mobilität über Gesundheit bis zum Erleben von Natur reicht. Im Rahmen des Wettbewerbs machen sie physikalische Experimente, pflanzen eigenes Obst und Gemüse an und besuchen zum Beispiel einen Wertstoffhof, um ganz nah beim Recycling dabei zu sein. In Perspektivwechseln lernen die Kinder, die Positionen von den Menschen einzunehmen, die durch unseren exzessiven Konsum von Energie und Ressourcen benachteiligt werden. Damit wird nicht nur die Umweltbildung der Kinder verbessert, es ist auch ihre Empathie für fremde Menschen und Kulturen gefragt. Beim Einstudieren und Wiederholen von Liedern und Theaterstücken über das Energie- und Wassersparen wird das erlernte Wissen gefestigt.
Die Auseinandersetzung mit Energie-, Ressourcen- und Umweltthemen sensibilisiert die Kinder nicht nur – es macht ihnen auch einen Riesenspaß. Sind die Themen erneuerbare Energien, Mülltrennung und die gewissenhafte Nutzung von Ressourcen häufig wenig mit Spaß für Kinder verbunden, da sie als kompliziert, trocken und technisch wahrgenommen werden, wecken der KlimaLuchs und seine Freunde die Begeisterung am Entdecken in den Kindern. Die Motivation der Kinder reicht dabei weit über den Kindergarten hinaus – so werden auch Eltern, Nachbarn und Freunde über die wichtige Sache informiert. Die erstplatzierte KiTa aus Köln erreichte mit einer eigens organisierten Infoveranstaltung sogar viele Bürger aus Weidenpesch.
Während es in Schulbüchern, die nicht selten schon viele Jahre auf dem Buckel haben, noch an Inhalten zur Energiewende mangelt, und die Beschäftigung mit Energie- und Umweltthemen vor der Schulzeit eine Seltenheit ist, bildet der KlimaKita.NRW Wettbewerb eine gute Grundlage dafür, Verständnis und Akzeptanz für die Probleme in der Welt bei der Generation Z zu schaffen.

Links und weitere Literatur:

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