Geplantes Windrad im Styrumer Ruhrbogen – Online Bürgerbüro auf WindDialog.NRW

17. Oktober 2016 | Simon Trockel

So könnte das geplante Windrad im Styrumer Ruhrbogen aussehen. Fotomontage: cube Engineering, 2016

So könnte das geplante Windrad im Styrumer Ruhrbogen aussehen.
Fotomontage: cube Engineering, 2016

Schon länger informiert die Stadt Mülheim an der Ruhr in einem Projektraum auf der Plattform WindDialog.NRW der EnergieAgentur.NRW über die Situation vor Ort und den aktuellen Stand eines Genehmigungsverfahrens für eine Windenergieanlage. Nun können Bürgerinnen und Bürger im Fragen-Bereich ihre Fragen zum Projekt direkt an den Vorhabenträger stellen.

Um Windenergieanlagen räumlich zu steuern und eine unkoordinierte Ansiedlung zu verhindern, wurden in der Regionalen Flächennutzungsplanung der Städte Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen im Jahr 2009 Potenzialflächen für Windenergieanlagen ermittelt. Fünf Flächen wurden als Konzentrationszonen festgesetzt. Diese befinden sich auf dem Stadtgebiet von Essen und Mülheim an der Ruhr. Die Mülheimer Konzentrationsflächen befinden sich im Styrumer Ruhrbogen an der Stadtgrenze zu Oberhausen und Duisburg.

Schon länger informiert daher die Stadt Mülheim an der Ruhr in einem Projektraum auf der Plattform WindDialog.NRW der EnergieAgentur.NRW über die Situation vor Ort und den aktuellen Stand des Verfahrens. Nun ist in dem Projektraum auch ein Fragen-Bereich freigeschaltet worden. Dort können Bürgerinnen und Bürger Ihre Fragen zum Projekt direkt an den Vorhabenträger stellen.

Der Vorhabenträger informierte bereits in mehreren Veranstaltungen die interessierte Öffentlichkeit vor Ort über die Planung, die von vielen Anwohnerinnen und Anwohnern insbesondere aus Oberhausen und Duisburg sehr kritisch gesehen wird. Insbesondere die zusätzlichen Lärmemissionen durch die geplante Windenergieanlage stoßen in dem durch Schienen- und Autobahnverkehr vorbelastetem Gebiet auf Gegenwehr.

Hintergrund
Eine Kooperation des Mülheimer Energiedienstleisters medl GmbH und der Gelsenwasser AG hat im Rahmen einer Ausschreibung der Stadt Mülheim an der Ruhr den Zuschlag als Pächter der notwendigen Flächen für die Errichtung einer Windenergie- und einer Photovoltaikanlage erhalten. Im Juni 2016 hat der Vorhabenträger daraufhin einen Antrag auf Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für die Windenergieanlage gestellt.

Geplant ist die Errichtung und der Betrieb einer Windenergieanlage vom Typ Enercon E-82 mit einer Nennleistung von 2,3 Megawatt und 108 m Nabenhöhe bzw. einer Gesamthöhe von 149 m auf einer Bodendeponiefläche. Die Projektpartner erwarten, dass das Windrad pro Jahr ca. 5 Mio. Kilowattstunden produziert und damit rein bilanziell sauberen Strom für ungefähr 1.500 Drei-Personen-Haushalte liefert. Die geplante Photovoltaikanlage am Südhang der Bodendeponie soll zusätzlich 2,4 Mio. Kilowattstunden erzeugen. Die Inbetriebnahme dieser Anlage ist frühestens im Jahr 2019 vorgesehen.

Nachtrag am 23.8.2017: Der Fragen-Sie-Bereich für das Projekt in Mülheim ist momentan nicht mehr aktiv

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