Bundesnetzagentur gibt erstes Ausschreibungsergebnis für PV-Freiflächenanlagen bekannt

30. April 2015 | Simon Trockel

Die ausgewählten PV-Freiflächenanlagen werden im Durchschnitt höher vergütet als bisher im Rahmen des Marktprämienmodells. © Fraunhofer ISE

Die ausgewählten PV-Freiflächenanlagen werden im Durchschnitt höher vergütet als bisher im Rahmen des Marktprämienmodells. © Fraunhofer ISE

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die bezuschlagten Gebote der ersten Ausschreibungsrunde für Photovoltaik-Freiflächenanlagen bekannt gegeben. Zwei Wochen nach dem Ende der ersten Einreichungsfrist stehen damit die erfolgreichen Bieter fest.

Insgesamt waren 170 Gebote fristgerecht eingereicht worden, wovon jedoch 37 von der Bundesnetzagentur (BNetzA) ausgeschlossen werden mussten, da sie die Teilnahmevoraussetzungen, beispielsweise den Nachweis eines Aufstellungsbeschlusses für einen Bebauungsplan, nicht erfüllten. Die bezuschlagten Gebote umfassen laut BNetzA in der Summe eine installierte Leistung von 156,97 Megawatt (MW). Im Durchschnitt seien Gebote mit 6,3 MW und einem Wert von 9,17 Cent je Kilowattstunde bezuschlagt worden. Damit liegt der durchschnittliche Zuschlagswert zwar deutlich unter dem vorgegebenen Höchstwert von 11,29 Cent/kWh. Allerdings erhalten die Freiflächenanlagen damit im Mittel dennoch eine höhere Vergütung, als sie bisher im Rahmen des Marktprämienmodells erhalten würden. Die dafür im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgeschriebene Vergütung liegt derzeit bei nur 9,02 Cent/kWh.

Die erfolgreichen Bieter müssen nun bis spätestens zum 19. Mai 2015 eine Sicherheit in Höhe von 40 Euro je Kilowatt Anlagenleistung hinterlegen. Ansonsten erlischt in der Folge der Zuschlag und eine Strafzahlung wird fällig. Nach der Hinterlegung der Sicherheit haben die erfolgreichen Bieter 24 Monate Zeit, um die geplanten Freiflächenanlagen in Betrieb zu nehmen.

Die meisten Zuschläge fallen auf geplante Anlagen in Brandenburg (zehn) und Sachsen-Anhalt (fünf). Insgesamt fällt auf, dass die günstigsten und damit erfolgreichen Gebote vor allem in Ostdeutschland liegen und nicht etwa im sonnenreicheren Süden Deutschlands. Ob sich solche Tendenzen auch in den künftigen Ausschreibungsrunden bestätigen, bleibt abzuwarten. Die nächste Ausschreibung erfolgt im August.

Die Ergebnisse sind auch auf der Seite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

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